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Australiens Sea World: Gefängnis oder Delphin-Oase?

von am 24. Mai 2016

Die Regierung von Queensland unterstützt Sea World in seinem Kampf gegen Aktivisten, die die Haltung von Delphinen in dem Freizeitpark stoppen wollen.
 

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Australiens Sea World zählt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele an der Gold Coast. Außerdem ist es einer der wenigen Plätze auf der Welt, wo man Delphine noch in Gefangenschaft sehen kann, was von Aktivisten stark kritisiert wird. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass vier-fünftel der befragten Australier nicht damit einverstanden sind, dass diese Tiere gefangen gehalten werden.

Sarah Lucas, die Gründerin von Australia for Dolphins, sagte, dass es Gespräche zwischen Aktivisten und der Regierung von Queensland gegeben habe, um der Gefangenschaft von Delphinen in diesem Bundesstaat ein Ende zu setzen. Währenddessen stellte sich die Regierung von Queensland auf die Seite von Sea World im Kampf gegen die Proteste, da es keinerlei Beweggründe gäbe, Sea World an der Zucht und Haltung von Delphinen zu hindern.

Der Sprecher des Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei erklärte, dass Queenslands private Industrie für Tierausstellung viel zu seiner Wirtschaft beitrage, Bildungserfahrung sowohl für lokale Gemeinschaften, als auch für Touristen zur Verfügung stelle und den weltweiten Artenschutz unterstütze. Es wäre zudem gewährleistet, dass die Organisation über die notwendigen Mittel und Erfahrungen verfügt, die für das Wohlergehen der Tiere notwendig sind.

Es ist jedoch sehr bedenklich, Sea World als eine “Delphin-Oase“ oder ein Schutzgebiet zu bezeichnen, wie es sein Direktor Trevor Long tut. Die Tiere leiden in ihren Betonbecken, die nicht einmal annähernd die Tiefe und Weite des Ozeans erreichen können und werden dazu gebracht, Kunststücke zur Unterhaltung der Menschen aufzuführen. Welches Tier würde denn freiwillig in Gefangenschaft leben oder in Shows auftreten wollen, wenn es in freier Wildnis sein könnte? Zudem haben Forschungen schon vor langer Zeit bewiesen, dass Delphine eine Persönlichkeit besitzen und sich ihrer Selbst bewusst sind. Sie kommunizieren miteinander, können vorausschauend denken und ihre kognitiven Fähigkeiten kommen gleich hinter denen der Menschen. Wissenschaftler und Tierschützer fordern daher, dass Delphine einen besonderen Status zugesprochen bekommen.

Zahlreiche Länder haben sich bereits gegen die Haltung von Delphinen in Gefangenschaft ausgesprochen, womit dieser Industriezweig immer weiter zurückgeht, so Sarah Lucas. Man kann nur hoffen, dass die Regierung in Queensland diesem Beispiel folgt und dem Delphin-Leid, der durch den Tourismus hervorgerufen wird, ein Ende bereitet.

Wer sich das nächste Mal also Tickets für Sea World kaufen will, sollte sich vorher fragen, ob das wirklich notwendig ist!


Quellen: news.com.au, delphinschutz.org

©Fotos: Tourism Western Australia

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2 Kommentare
  1. Antworten

    carmen

    26. Mai 2016

    DAS MUß EIN ENDE HABEN
    SIE GEHÖREN IN DIE FREIHEIT !!!!!!!!!!!!!!

  2. Antworten

    Sonja Kukucka

    26. Mai 2016

    Es ist natürlich ein Gefängnis

    Es sind Lebewesen,Und kein Lebewesen sollte eingesperrt sein…
    Nur diejenigen die Tiere in jeglicher Form ausnützen und misshandeln DIE sollte man wegsperren.

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