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Das Bezwingen des Outbacks wird Frauensache

von am 23. August 2017

Spätestens seit dem Film Australia hat jeder ein Bild vor Augen, wenn es um Australiens Cowsboys, die Jackaroos, geht. Starke, verwilderte Männer. Braungebrannt und von körperlicher Arbeit gezeichnet. Rein gar nichts mit einem Anzugträger aus der Stadt gemein. Aber diese Klischees werden nach und nach aufgeräumt. Es sind längst nicht mehr nur die Männer, die Natur und Tiere im Outback auf Trab halten. Immer mehr Frauen räumen den Stall auf und nehmen das Lasso selbst in die Hand.
   

   

Er steht mit beiden Beinen fest inmitten der roten Wüste. Mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht und geschmückt durch einen typischen Cowboyhut und enge Jeans. Bei dem ledrigen Hauch von Weste stechen die sonnengebräunten Muskeln sofort ins Auge. Derbe Stiefel, derber Charakter. So stellt man sich ihn vor, den typischen Jackaroo von Down Under. Den Bändiger der australischen Wildness.

Emily Bryant ist ein Beispiel dafür, dass die Entwicklungen auf den abgelegenen Outbackfarmen mittlerweile in eine ganz andere Richtung gehen.
Ehrgeizige und talentierte junge Frauen ersetzen immer mehr die traditionellen Cowboys. Junge Frauen, die genug haben von einem Leben in der Komfortzone „Stadt“ und die hinaus wollen in die Weite des australischen Outback.

Richtig anpacken und sich bei der Arbeit auch ruhig mal die Hände schmutzig machen, das wollte auch Emily Bryant. Als Jilaroo übernimmt sie heute die Leitung von einem Dutzend Mitarbeitern und ca. 27.000 Rindern. Und sie ist kein Einzelfall mehr.
Die Australian Agricultural Company und die Consolidated Pastoral Company, die beiden größten australischen Rinderbetriebe, bestätigen, dass seit den letzten zwei Jahren mehr als die Hälfte der Bewerber und Bewerberinnen im landwirtschaftlichen Bereich weiblich sind.

Sally Fletcher, Leiterin eines großen Gestüts, berichtet, dass sich eine steigende Anzahl Frauen in führenden Postitionen eher auf die weiten Koppeln beschränkt habe, mittlerweile sollen aber immer mehr Frauen auch geschäftsführende Positionen einnehmen.

Auf den kultigen und idyllischen Farmen des Outbacks bleibt aber mit dem häufigeren Auftreten der Jillaroos auch der Sexismus ein Thema. Sally Fletcher sagt dazu: „Klar gibt es die Frechen und Unverschämten, aber da muss man einfach drüber stehen. Du musst einfach verdammt stark bleiben und zeigen, was du kannst und was du weißt.“

Generell wird das Thema gerne unter den Tisch gekehrt, was allerdings umso häufiger kritisiert wird. Sexismus ist kein Thema, das man einfach ignorieren könne, betonen andere Jillaroos. Die Tatsache, dass sich Frauen mittlerweile sogar in den Hallen von landwirtschaftlichen Vereinigungen beweisen, lässt auf Besserung hoffen.
 

 

Die ersten Jackaroos vor 200 Jahren waren übrigens Aboriginals, denn nur sie kannten sich in der roten Wüste aus wie in der eigenen Westentasche und wussten wie man dort überlebt.
Auch heute stehen die Jackaroos und Jilaroos noch für die australische Mentalität. Ein entspanntes Miteinander. Aber das ist natürlich nicht alles. Wer in die ikonische Welt der Cowboys und Cowgirls einzutauchen will, muss sich darauf gefasst machen, auch eine große körperliche Belastbarkeit mitzubringen. Man sollte Tiere und Natur lieben und gut darin sein, immer wieder aufzustehen und das ist unter den gegebenen Bedingungen, wie der enormen Hitze beispielsweise, gar nicht so leicht.

Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem, denn eigentlich gibt es nur so den ultimativen und unverfälschten Einblick in das, was Australien wirklich ausmacht. Das ungezähmte Leben im Outback.
Und wer jetzt immer noch Lust hat, dem helfen diese Links weiter, um den ersten Schritt in die wilde und staubige Outbackluft zu machen.

Ein Reit- und Ranch-Kurs:
http://www.workandtravel.reisebine.de/arbeiten/jobkurse/reit-ranch-kurs
Professionelles Outback Farm Training:
http://www.workandtravel.reisebine.de/arbeiten/jobkurse/outback-ranch-training


Quelle: abc news
© Foto: Australian Tourist Commision; Tourism Queensland

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