Neuseeland News

Peter Jackson plant Hightech-Attraktion in Wellington

von am 6. Oktober 2016

Der neuseeländische Filmemacher Sir Peter Jackson, bekannt für seine Produktionen der Herr der Ringe und Hobbit Filme, plant auf der Insel Matiu-Somes in Wellington den Bau einer modernen Attraktion, die Touristen mehr über die Geschichte der neuseeländischen Ureinwohner lehren soll.
 

DocNZ auf flickr. CC-BY-SA-4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)© Foto: DocNZ auf flickr. CC-BY-SA-4.0

 
Die Matiu-Somes Insel ist eine von drei Inseln im Hafen von Wellington. Sie liegt in den Händen der Regionalverwaltung, dem „Department of Conservation (DoC)“ und der „Port Nicholson Block Settlement“-Stiftung und zieht jährlich etwa 15.000 Touristen und Kinder in Schulklassen an. Viele einheimische Vögel und Käfer leben dort geschützt vor gefährlichen Fressfeinden.

Nachdem Sir Peter Jackson in Neuseelands Hauptstadt zur Zeit schon ein Filmmuseum errichten lässt, kommt nun der nächste große Schritt. Es ist in Planung, die Insel in ein Augmented Reality Paradies zu verwandeln. Dies ist möglich, indem der Teilnehmer eine Brille trägt, die die Realität mit virtuellen Objekten in Echtzeit ergänzt. So sieht man zum Beispiel vor sich auf der Wiese ein kleines animiertes Wesen sitzen, doch in Wirklichkeit existiert es gar nicht.

Über diese Technologie soll den Touristen hautnah gezeigt werden, wie das Leben der ersten Bewohner Neuseelands, die Maori, im 13. Jahrhundert aussah. Dennoch steht nicht genau fest, auf welche Art und Weise Augmented Reality dafür genau verwendet werden soll.

Zunächst stehen für die Manager von Sir Peter Jacksons „Wingnut Film Productions“ zahlreiche Gespräche mit der Stiftung an, die für die betriebliche Verwaltung der Matiu-Somes Insel zuständig ist. Es soll geklärt werden, wie für dieses Projekt am Effektivsten zusammen gearbeitet werden kann.
 

© Foto: Laura Kluth

 
Unterstützung erhält Jacksons Vorhaben auch durch die maorische Sprachkommission, die sehr daran interessiert ist, die Geschichten für diese Attraktion niederzuschreiben und eine bilinguale Quelle zu erschaffen, denn die Geschichten werden sowohl in Englisch als auch in Maori zu erleben sein.

Auch die Regierung kündigte bereits eine finanzielle Zusammenarbeit an. Durch dieses Projekt würde die gemeinschaftliche Identität der Maori weiter ausgebaut, Stolz gezeigt und das harmonisches Zusammenleben der Gemeinde der Insel und der Community Wellingtons gestärkt werden.

Wir dürfen also gespannt bleiben, wann erste handfeste Pläne zur Gestaltung der Touristenattraktion veröffentlicht werden.


© Foto oben: DocNZ auf flickr. CC-BY-SA-4.0, Foto unten: Laura Kluth

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