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Die australischen Whitsunday Inseln müssten eigentlich Whitmonday heißen

von am 27. Mai 2020

Im Jahr 1770 erreichen James Cook und seine „Endeavour“-Crew australischen Boden – Die „Pfingstsonntagsinseln“ – die Whitsunday Islands – benennt der Seefahrer nach dem Tag der Entdeckung, doch dabei unterläuft ihm ein kleiner Fehler.
 

© Foto: Tourism & Events Queensland

 
In diesem Jahr feiert Australien ein historisches Jubiläum. Vor 250 Jahren segelt Kapitän James Cook mit seiner „Endeavour“-Crew die Ostküste entlang und entdeckt ein neues Land. Es ist Anfang Juni 1770. Der britische Seefahrer steuert eine bis dato unbekannte Inselwelt vor der Nordostküste Australiens an. Er glaubt, am 3. Juni, Pfingstsonntag (auf Englisch „Whit Sunday“), die Inseln zu erreichen und benennt die Region „Whitsundays“. Ein Irrtum, wie man heute weiß. Der geniale Navigator lässt bei seinen Berechnungen die internationale Datumsgrenze außer Acht und liegt einen Tag daneben. Es ist bereits der 4. Juni, Pfingstmontag. Dieses historische Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 250. Mal. Bis heute aber behalten die Inseln ihren nicht ganz korrekten Namen.
 

74 Trauminseln: Die Whitsundays heute

James Cook genießt auf seinem Großsegler „Endeavour“ diese ruhige Gegend. In sein Logbuch schreibt er über das riffgeschützte Revier, es sei, „als ob ich in einem sicheren Hafen segle“. Auch heute ist das noch so. Die Whitsundays sind ein ideales Segelrevier. Egal ob auf einem kleinen Charterboot, beim Segelkurs oder an Bord eines geräumigen Dreimasters: ein Segeltörn durch die Inselwelt begeistert jeden Australien-Urlauber.
 

© Foto: Tourism & Events Queensland

 
250 Jahre später ist der Weg für Reisende, die die Inseln der Whitsundays erkunden möchten, wesentlich einfacher und komfortabler. Vom aufstrebenden Küstenort Airlie Beach aus lassen sich die Hauptinseln bequem per Fähre erreichen. Auf Hamilton, Daydream, Long und Hayman Island befinden sich Resorts für Urlauber, die sich eine Insel-Auszeit gönnen möchten. Die vielen weißen Strände, allen voran der sieben Kilometer lange Traumstrand Whitehaven Beach laden zum Relaxen ein. Die Unterwasserwelt der Whitsundays, die man am besten auf einem organisierten Schnorchel– oder Tauchausflug entdeckt, beheimatet zahlreiche exotische Fische sowie Korallen in allen Farben und Formen.

Was Cook damals nicht zu Gesicht bekommt, ist das herzförmige Heart Reef. Dieses kann man nur aus der Vogelperspektive erspähen. Vom Whitsunday Airport bei Airlie Beach, von Proserpine sowie von Hamilton Island aus starten die Rundflüge mit dem Wasserflugzeug oder Helikopter.

Die Whitsundays liegen im Herzen des zum UNESCO-Weltnaturerbe zählenden Great Barrier Reef. Der Archipel besteht aus 74 Trauminseln, nur wenige davon sind bewohnt. 
 

Vor exakt 250 Jahren: Cooks Reise entlang der australischen Ostküste

Als erster Europäer betritt der britische Kommandant im Jahr 1770 das östliche Australien – James Cook ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 41 Jahre jung. Zunächst geht er am 29. April in einer Bucht bei Sydney vor Anker, die er Botany Bay nennt. Später macht der Seefahrer mehrere Landungen in Queensland, das erste Mal am 23. Mai in Town of Seventeen Seventy, Am 10. Juni 1770 laufen Cook und seine Besatzung des umgebauten Kohlefrachters „Endeavour“ am Great Barrier Reef auf Grund. Mit großer Mühe landen sie nahe dem heutigen Cooktown an der Mündung eines Flusses, der später nach dem Schiff benannt wird. Hier verbringen seine Crew 48 Tage damit, den gebrochenen Schiffsrumpf wieder zusammenzuflicken. Die „Endeavour“ umrundet anschließend Cape York und hält am 22. August auf Possession Island in den Torres Straits. An diesem Tag erklärt Cook den Osten Australiens offiziell zu britischem Territorium. Der Entdecker stirbt im Jahr 1779 im Alter von nur 50 Jahren.
 

Auf den Spuren des Entdeckers: James-Cook-Museum besuchen

In Cooktown, der nördlichsten Stadt entlang der australischen Ostküste, steht das James-Cook-Museum. Es ist in einem restaurierten Klostergebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Hier dreht sich alles um den berühmten Namensgeber. Exponate, die Besucher bestaunen können, sind unter anderem die Kanonen und der Anker der „Endeavour“.

Weitere Details unter https://nationaltrustqld.org.au/heritage-sites/James-Cook-Museum.


© Fotos: Tourism & Events Queensland

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