Australien Work & Travel

Trügerische Stellenanzeigen für Backpacker – Wie kann ich mich schützen?

von am 26. Februar 2016

Fremde Sprache, fremdes Land, das erste Mal Arbeiten überhaupt. Work and Traveller in Australien sind ein beliebtes Ziel für Betrüger, die ihre Unerfahrenheit nutzen, um ihnen mit falschen Jobangeboten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit ein bisschen Hintergrundwissen und einem wachsamen Auge ist es aber leicht möglich, diesem Schicksal zu entgehen.

Wer ein Work and Travel in Australien macht, der ist oft in vielerlei Hinsicht noch recht unerfahren. Sei es bei der Auswahl von Unterkünften, Fortbewegungsmitteln oder der Jobsuche. Die meist direkt aus der Schule kommenden, jungen Reisenden müssen noch viel lernen und lassen sich dadurch leider auch schnell an der Nase herumführen.

Genau das machen sich bedauerlicherweise einige Betrüger sehr gerne zum Vorteil. Gerade bei der Jobsuche, die das A und O für Working Holiday Maker ist, wird gerne getrickst, um sie auszunehmen.

Die Betrüger kennen kein Tabu

Das Fatale ist, dass nicht einmal Halt vor renommierten Vermittlungsseiten wie Gumtree gemacht wird, die von vielen Arbeit suchenden Backpackern genutzt wird. Aber auch auf sozialen Plattformen wie Facebook oder an Schwarzen Brettern in Hostels werden falsche Stellenanzeigen verbreitet.

Bei so vielen Stellenanzeigen fällt eine gefälschte nicht so schnell auf  

Diese betrügerischen, aber realistischen Anzeigen führen meist Telefonnummern auf, über die dann tatsächlich ein angeblicher Arbeitgeber erreicht werden kann. Der stellt beispielsweise spezifische Fragen oder führt eine Art Bewerbungsgespräch, was das Ganze noch glaubwürdiger wirken lässt.

Geht man dann auf eine Stellenanzeige ein, bekommt man oft professionelle Antworten mit genauesten Angaben zum Standort, Arbeitsdauer, Gehalt, Unterkunft, und so weiter.
Einziger Punkt, an dem man stutzig werden sollte: Es wird verlangt, die Miete für die Unterkunft für die nächsten Wochen im Voraus zu bezahlen. Oder noch schlimmer: um einen Job sicher zu bekommen.
Meistens kann man das dann nur per Bankverbindung, oder es wird eine Adresse für ein Büro angegeben, mit einem Zeitraum, in dem man zum Bezahlen dorthin kommen soll, den man aber niemals rechtzeitig einhalten kann.

Dennoch ist es sehr leicht und gewiss nicht selten, dass Backpacker auf solche Betrüger hereinfallen und Hunderte von Dollars verlieren, gerade bei so fachmännischen Fakes.
Wer aber ein paar Dinge beachtet und genau prüft, der kann dieses Schicksal auch genau so leicht umgehen.

Wie schütze ich mich vor einer Abzocke?

1. Google ist dein bester Freund

Bevor man auf eine Stellenanzeige eingeht, sollte man sie auf jeden Fall über das Internet durchleuchten, angegebene Adressen nachprüfen und Firmennamen googeln.
Lässt sich eine aufgeführte Farm im Internet finden, reicht oft ein einziges Telefonat aus, um herauszufinden, dass beispielsweise gar keine Angestellten über Gumtree o.ä. gesucht wurden.
Auch ein Besuch bei einem Arbeitsamt ist hilfreich, denn rechtmäßige Arbeitgeber sind dort in jedem Fall registriert.
 

2. Wissen ist Macht

In Western Australia müssen Jobvermittler laut Gesetz eine amtliche Zulassung besitzen und dürfen keine Gebühren von den Arbeitsuchenden verlangen, sondern nur von Arbeitgebern.
Zur eigenen Sicherheit ist es ratsam, die Agenturen vorher nach ihrer Lizenz zu prüfen, um nicht in falsche Hände zu geraten.
 

3. Eine gesunde Portion an Misstrauen ist extrem wichtig

Man darf immer misstrauisch sein, auch wenn man Jobangeboten über eine bekannte und beliebte Seite wie Gumtree nachgeht. Persönliche Informationen, wie Geburtsdatum, Lebenslauf und jegliche Dokumente wie Personalausweis oder Reisepass haben nichts im Internet zu suchen. Sie machen es nämlich leicht, eine Identität zu stehlen.
Aber vor allem wenn verlangt wird, für die Jobsicherheit, Unterkunft oder den Transport im Voraus Geld zu überweisen, sollten alle Alarmglocken läuten.
 

4. Den Betrügern die Mittel nehmen

Eine wichtige Maßnahme gegen Betrüger ist es, sie öffentlich kenntlich zu machen, sobald man sie entdeckt. So nimmt man ihnen die Mittel und schützt unzählige Andere davor, selbst Opfer der Verbrecher zu werden.
Außerdem sollte man Arbeitsagenturen, die illegal Gebühren für die Vermittlung von Jobs verlangen, sofort melden.
Auf der Website von Consumer Protection (West Australia) oder Scamwatch findet man dafür die richtigen Ansprechpartner.


Quelle: Wa ScamNet

© Foto: Tourism New South Wales

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