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Telefonkonferenz wegen Korallensterbens im Great Barrier Reef

von am 20. April 2016

In Australien hat Bundesumweltminister Greg Hunt den Umweltminister von Queensland, Steven Miles, und weitere Offizielle zu einer dringenden Telefonkonferenz zum Thema Korallensterben im Great Barrier Reef eingeladen.

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Die Einladung zur Konferenz ist eine Antwort Hunts auf Miles‘ vorherigen Vorstoß im Parlament von Queensland, alle verantwortlichen Umweltpolitiker Queenslands sowie der Regierung sollten sich die Folgen der globalen Erwärmung für das Great Barrier Reef einmal vor Ort selbst anschauen.

Miles äußerte sich im Parlament wie folgt: „Angesichts des Ausmaßes des Korallensterbens (…) habe ich heute Umweltminister Hunt geschrieben und ihn aufgefordert, ein Krisentreffen der Umweltminister einzuberufen. Ich habe ihn gebeten, dass dieses Treffen in Cairns stattfinden möge und zwar so schnell wie möglich, sodass die Minister und Offiziellen aus erster Hand sehen können, welch negative Folgen der Klimawandel für das Great Barrier Reef hat.“

Hunt kritisierte Miles zunächst für sein Vorgehen, da er dessen Brief erst erhalten habe, nachdem Miles sich mit seiner Forderung bereits an das Parlament gewendet hatte.

„Ich bin überrascht, dass Sie mich immer noch nicht angerufen haben. Das ist nicht die Art und Weise, wie eine ernsthafte Regierung ernsthafte Probleme angeht. Ein verspäteter Brief in dieser Angelegenheit ist eine Peinlichkeit (…). Wir können heute Abend eine Telefonkonferenz abhalten und sollten das auch nicht verzögern“, so der sich offenbar brüskiert fühlende Hunt in seinem Antwortschreiben an Miles.

Hunt teilte Miles weiterhin mit, er könne auch „weitere Queensland Offizielle“ zu der Telefonkonferenz einladen. Außerdem werde der Vorsitzende des Great Barrier Reef Marineparks an der Konferenz teilnehmen.

Das zunehmende Korallensterben ist in Australien derzeit nahezu täglich in den Schlagzeilen. Luft- und Unterwasseraufnahmen des Great Barrier Reefs zeigen, dass 93 Prozent der Korallen mehr oder weniger stark vom Korallensterben betroffen sind. Während ca. 90 Prozent der Riffe nördlich von Port Douglas als problematisch eingestuft werden, gilt dies nur für etwa ca. 10 Prozent der Riffe südlich von Mackay.

Handlungsstärke und das Entwickeln von wirksamen Maßnahmen zum Schutz der Korallenriffe seitens der verantwortlichen Politiker sind also dringend erforderlich, allerdings scheinen diese hinsichtlich ihrer Kommunikation untereinander erst noch Nachholbedarf zu haben.


Quelle: ABC
© Foto: Tourism Queensland

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