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Irukandji-Quallen breiten sich Richtung Süden aus

von am 3. Januar 2017

Für das menschliche Auge sind sie kaum sichtbar, doch ihr Stich ist fatal. Klitzekleine Quallen sind auf dem Vormarsch in Australien.
 

 
Die Irukandji-Quallen sind winzig, so groß wie ein Fingernagel vielleicht, fast durchsichtig – und hochgradig giftig. Ihr Gift breitet sich innerhalb von 30 Minuten im menschlichen Körper aus und verursacht Schmerzen, die so stark sind, dass die unglücklichen Gestochenen sich nicht selten wünschen, sie wären an dem Stich direkt gestorben statt die Nachwirkungen aushalten zu müssen.

Hauptsächlich leben die kleinen Tierchen in warmen, tropischen Gewässern. Doch mit der graduellen Erwärmung der Meere trauen sie sich immer weiter nach Süden. Zuerst gesichtet wurden sie vor etwa fünfzig Jahren vor den Küsten von Cairns, später dann auch bei den Whitsundays und schließlich in der Nähe von Fraser Island.

Und da wird die Reise der fiesen kleinen Quallen noch nicht vorbei sein. Es wird damit gerechnet, dass sie sich in den nächsten zwanzig Jahren noch weiter nach Süden an die Sunshine Coast ausbreiten. Damit könnten Strände an der nordöstlichen Küste von Australien im Sommer permanent zur Sperrzone werden. Denn während das Wasser den Irukandjis zuerst nur einen Monat im Jahr warm genug war, sind es jetzt schon sechs Monate.

Allein seit Weihnachten wurden bereits vier Schwimmer an der Fraser Coast gestochen. Ein Gegengift gibt es nicht, denn die acht Irukandji-Spezies benutzen alle ein unterschiedliches Gift. Bei einigen Spezies benutzen zudem die Jungtiere ein anderes Gift als die ausgewachsenen. Es bleibt also nichts zu tun, als den Gestochenen so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu bringen, wo er wenigstens überwacht werden kann, während er sich durch die bis zu 18 Stunden andauernden höllischen Schmerzen kämpft.

Zwar werden Strände, an denen auch nur ein Exemplar der Quallen gefunden wird, sofort gesperrt, aber Besuchern sei dennoch geraten, sich die Erfrischung im kühlen Nass auch an freigegebenen Stränden zweimal zu überlegen.


Quelle: nzherald.co.nz
© Foto: Lisa Gershwin

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