Reise-Equipment im Test

Erfahrungsbericht zu Reisehandtüchern

von am 16. November 2012

Ob wegen des kleinen Packmaßes, des geringen Gewichts oder der Eigenschaft des schnellen Trocknens – Reisehandtücher aus Mikrofaser sind bei Travellern sehr beliebt.

Zurecht, wie ich finde, denn was Handtücher im Reisegepäck angeht, kann man kaum mit etwas mehr Platz sparen – oder eben unnötig verbrauchen. Auch ich hatte auf meiner Australienreise Travelhandtücher dabei – und war begeistert! Anfangs musste ich mich noch sehr von den Vorteilen überzeugen und wollte nur ungern mein flauschiges, riesengroßes Duschhandtuch daheim lassen.

Doch angesichts meines 55l Backpacks und viel zu wenig Platz, musste ich wohl oder übel doch auf die platzsparenden Mikrofaserhandtücher von Cocoon  (*) zurückzugreifen. Die Kommentare von Usern sämtlicher Online-Shops bremsten allerdings meine Vorfreude. „Fühlt sich an wie ein Fensterleder“ oder „fängt nach ein paar Tagen übelst an zu miefen“ waren einige davon. Doch nach einem Jahr „down under“ mit meinem besten Freund, dem Mikrofaserhandtuch, habe ich mir ein eigenes Bild gemacht.
 

mein Handtuch im Einsatz

mein Handtuch im Einsatz

Generell gilt: Reisehandtücher ersetzen nicht das zu-Hause-Wohlfühl-Feeling nach dem Duschen. Aber das liegt nicht unbedingt am Handtuch, sondern oft auch an den dreckigen Badezimmern in den Hostels dieser Welt. Trotzdem kann man sagen, dass es mittlerweile so viele verschiedene Materialarten und Größen dieser praktischen Handtüchern gibt, dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. Wer es z.B. ein wenig kuscheliger mag, der kann sich ein „Terry Towel Light“ von Cocoon” (*) zulegen, das im Vergleich zu den Standard-Mikrofaserhandtüchern etwas angenehmer auf der Haut ist.

Gegen die unerwünschte Geruchsbildung sind außerdem so gut wie alle Traveltowel, die zum Verkauf stehen, antibakteriell behandelt. Als es bei mir damals losging war ich 19, gerade mein Abi in der Tasche. Der längste Alleingang ohne Mum & Dad war ein zweiwöchiger Urlaub in Kroatien. Ich wusste nicht, was mich erwartet und worauf ich mich einstellen muss. Zudem bin ich nicht außergewöhnlich anspruchsvoll, aber ein Hardcore-Camper, der sich über eine Dusche einmal pro Woche freut, bin ich auch nicht.

Mein erstes Duschen mit Mikrofaserhandtuch war demnach schon etwas komisch, aber nicht schlecht. Den „Fensterleder-Eindruck“ hatte ich nicht, es war einfach ein ganz neues, ungewohntes Gefühl auf der Haut. Erstaunt war ich darüber, wie schnell ich und meine (langen!) Haare wirklich trocken waren. Das kannte ich von meinem geliebten Baumwollhandtuch noch nicht. Doch wie es auf der Beschreibung stand: super saugfähig, kann das 7-fache des Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Krass!

Nach einer Weile auf Reisen hatte man sich an das Material des Handtuchs gewöhnt und ich habe mein Traveltowel sehr zu schätzen gewusst. Gerade bei Touren durchs Outback oder den Mehrtagestouren an der East Coast wurde ich von anderen Backpackern oft darum beneidet. Wenn es morgens früh losging war ich froh, ein trockenes Handtuch in meinen Rucksack zu packen, anstatt ein triefendes, klitschnasses Baumwollhandtuch mit Mühe und Not (nach mehrmaliger Umwicklung mit Plastiktüten) noch irgendwie ins Reisegepäck zu stopfen. Eine weitere Eigenschaft, die die Reisehandtücher sehr attraktiv machen. „Extrem schnell trocknend“ heißt es auf der Packung.

... und auch wenn es man mal keine Wäscheleine gibt, ist mein Handtuch schnell trocken

… und auch wenn es man mal keine Wäscheleine gibt, ist mein Handtuch schnell trocken

Doch auch am Strand oder während des Roadtrips im Camper hat sich das Handtuch als ein sehr beliebter Begleiter erwiesen. Anstatt den Stauraum des Daypacks oder der Strandtasche mit einem überdimensionalen Beachtowel zu füllen, packte ich mein Mikrofaserhandtuch ein und hatte noch Platz für Volleyball, Snacks und die kalte Coke.

Sonnencreme macht dem Handtuch übrigens nichts und geht bei normaler 40°C Aussie-Wäsche heraus. Außerdem ist es im Vergleich zu den üblichen Baumwollhandtüchern – wie schon gesagt – extrem schnell trocknend, sodass man nach dem Sonnenbaden und Schwimmen nicht anschließend die ganze Tasche feucht hatte.

Der mitgelieferte Netzbeutel kann verwendet werden, um das Volumen des Handtuchs auf ein Minimum zu reduzieren oder es außen am Rucksack zu transportieren. Im Hostel angekommen dasselbe: Große Gemeinschaftsdusche auf dem Flur und eine kleine Wanderung bis in mein Zimmer, das – wie soll es auch anders sein – im hintersten Eck des Hostels liegt. Auf dem Weg dorthin begegnen mir Mädels, die in Unterwäsche einen Sprint zum Badezimmer hinlegen oder mit knappen Baumwollhandtüchern das Nötigste bedecken. Lässig schwinge ich mein Reisehandtuch in Größe XL um mich und genieße die neidischen Blicke der anderen …

Fazit: Immer wieder! Traveltowel sind eine super Erfindung, die einem das Reisen um einiges erleichtern. So platzsparend und leicht wie sie sind, lassen sie genug Raum für andere, wichtigere Dinge. Ich war mehr als oft dankbar, ein so tolles Handtuch dabei gehabt zu haben und kann es anderen Travellern nur empfehlen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass sie auch für Mädels wie mich absolut geeignet sind. Eine tolle Alternative zum Frotteehandtuch daheim und was den Kuschelfaktor angeht definitiv okay!
 


 

Bestellen kann man die Travelhandtücher z.B. bei Amazon:

Cocoon Reisehandtuch Terry Towel Light Small (*)     Amazon

Cocoon Reisehandtuch Microfaser Ultralight Small (*)      Amazon

 


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© Fotos: Sebastian Hopf

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