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Nach Mord: RFDS überprüft Sicherheitsbestimmungen

von am 31. März 2016

In Australien hat die südöstliche Abteilung des „Royal Flying Doctor Service“ (RFDS) angekündigt, ihre Sicherheitsbestimmungen einer Überprüfung zu unterziehen.

SAB-2012-HerveyBay_FraserDaytour-Cessna3_800© Foto: Sabine Hopf

Der Hintergrund für die Überprüfung ist die Ermordung von Gayle Woodford, deren Leiche am Wochenende gefunden wurde, nachdem sie zuvor mehrere Tage als vermisst gemeldet worden war. Woodford war zuvor spät in der Nacht alleine in ihrem Ambulanz-Fahrzeug in einer entlegenen Gegend in South Australia unterwegs.

Nach dem Mord an Woodford fordern Krankenschwestern, die in abgelegenen Gegenden arbeiten, nun Änderungen in den Arbeitsbedingungen. So sollen künftig bei Einsätzen spät am Abend zwei Schwestern geschickt werden statt nur einer.

Linda Cutler, die Geschäftsführerin des RFDS für den Bereich Südosten, sagte, dass Mitarbeiter des RFDS selten alleine arbeiten würden. Dennoch würden die Sicherheitsrichtlinien nach dem Tod von Gayle Woodford nun erneut überprüft werden: „Angesichts dieses tragischen Vorfalls werden wir unsere Abläufe hinsichtlich sicherer Arbeitsbedingungen überdenken.“

Cutler wies auch darauf hin, dass es im Bereich Sicherheit während ihrer Amtszeit in den letzten drei Jahren stetig Verbesserungen gegeben habe und nannte als Beispiel das Clive Bishop Medical Centre in Broken Hill in New South Wales, in dem es ein Alarmsystem gebe, das von den Mitarbeitern im Falle einer Bedrohung betätigt werden könne.

Gleichzeitig betonte Cutler, dass es in jedem Zuständigkeitsbereich verschiedene Faktoren gebe, die die Sicherheit der Belegschaft beeinflussen würden, wie etwa das Klima.

„Ich glaube nicht, dass es eine perfekte Lösung gibt. Ich denke, dass Aufmerksamkeit und Risikoeinschätzung zwei der Dinge sind, die sich immer auszahlen, egal wo man sich gerade befindet und was man tut“, so die Generaldirektorin.

Der Royal Flying Doctor Service ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen in den weniger dicht besiedelten Gebieten Australiens per Flugzeug rund um die Uhr ärztliche Versorgung zukommen lässt.


Quelle: ABC
© Foto: Sabine Hopf

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