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Backpacker sparen – Touristen müssen büßen

von am 30. September 2016

Erst kürzlich wurden die neuen Pläne zur Änderung der Backpackersteuer veröffentlicht. Nun wurde bekannt, dass im Zuge der Einführung der neuen Steuersätze auch die Kosten für eine Ausreise aus Australien erhöht werden sollen. Somit kommen Touristen für die verlorengegangenen Kosten auf.
 

SEB_MenschenAirport-800© Foto: Sebastian Hopf

 
Für Ausreisen aus Australien werden im Flugticket eines jeden Passagiers bisher 55A$ verrechnet. Diese Gebühr soll sich ab dem ersten Juli 2017 nach der Einführung der neuen Backpackersteuer um 5A$ auf insgesamt 60A$ pro Flugticket erhöhen.

Die Bundesregierung Australiens sah ursprünglich vor, die Steuerfreibetragsgrenze von 18.000A$ abzuschaffen und jeden verdienten Dollar mit 32,5% zu versteuern. Diese Pläne sind nun vom Tisch. Die Steuerfreibetragsgrenze wird zwar ab dem ersten Januar 2017 abgeschafft, aber der Steuersatz auf 19% ab dem ersten verdienten Dollar gesenkt.

Mit der Erhöhung der Ausreisegebühr soll gut gemacht werden, was durch die Steuersenkung verloren geht. Die Tourismusindustrie ist empört. Es sei unakzeptabel, die bereits hohe Gebühr weiter anzuheben und die Industrie damit als Goldesel zu missbrauchen.

Beauftragte der Industrie beteuern, dass in keinem der geführten Gespräche die Rede von dieser geplanten Erhöhung war. Sie sind enttäuscht über den Beschluss, dass ab dem 01. Juli 2017 jeder Reisende – ob Australier oder Internationaler Besucher – 60A$ für die Ausreise aus Australien zahlen muss.

Das Land stand schon oft für seine hohe Ausreisegebühr in der Kritik. Nach Großbritannien ist es das Land mit der zweithöchsten Gebühr. Diese Kosten wurden 1995 eingeführt, um die Abwicklung von Passagieren am Flughafen zu finanzieren. Seit 2012 wurden die Kosten nicht geändert.

Der Tourismusindustrie werden 10 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um auch international Werbung für Backpacker zu machen. Damit soll sichergestellt werden, dass auch mit der Einführung der neuen Steuersätze reichlich Working Holiday Maker besonders nach Jobs auf Farmen Ausschau halten.


© Foto: Sebastian Hopf
Quelle: Northern Territory News

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