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Opal-Karte bringt Mann in Lebensgefahr

von am 20. Februar 2017

Das war eine waghalsige Aktion in Australien: Während eines Unfalls auf Sydneys Harbour Bridge sprang ein Fahrgast zurück in einen brennenden Bus, um Geld auf seiner Opal-Karte zu sparen – ein paar Dollar schienen ihm mehr Wert zu sein, als sein eigenes Leben.
 

EB-Opal_tap_on © Foto: Eline Bakker

Reisende können sicherlich bestätigen: Das Verkehrsnetz in Sydney ist anfangs erst einmal etwas unübersichtlich. Die verschiedenen Tarife, Zonen und Streckennetze müssen richtig interpretiert werden und das braucht etwas Übung. Doch um leichter von A nach B zu kommen, gibt es die Opal-Karte: Mit der Prepaid-Karte entfällt der mühsame Ticketkauf und es gibt tolle Sparpreise. Man checkt ganz easy elektronisch ein, wenn man in den Bus steigt, und wieder aus, wenn man seine Destination erreicht hat. Die Kosten werden dann ganz automatisch abgebucht. Doch ein Fahrgast hat seinen Spartrieb wohl etwas zu ernst genommen und sich im September auf der bekannten Harbour Bridge in ersthafte Lebensgefahr gebracht.

Erst jetzt haben Behördenmitarbeiter die Geschichte des waghalsigen Fahrgastes enthüllt, als sie das Kameramaterial eines Busunfalls auf der Harbour Bridge analysierten. Sie waren nicht nur überrascht, sondern auch sichtlich geschockt, denn was sie zu sehen bekamen, hätte tatsächlich ein Ausschnitt eines Actionfilms sein können.

Ein Bus hatte aufgrund technischer Mängel mitten auf der Harbour Bridge Feuer gefangen. Zum Glück ist der Unfall glimpflich verlaufen, denn in weniger als 15 Sekunden konnten die 22 Fahrgäste evakuiert werden. Es wurde niemand verletzt. Doch auf dem Kameramaterial sieht man auch noch etwas anderes: Einen Fahrgast, der sich nach dem Verlassen des Busses noch einmal herumdreht, zurück in den brennenden Bus klettert und offensichtlich seine Opal-Karte auscheckt. Er wollte offenbar sicher gehen, dass er nicht für die volle Strecke und somit den Maximalbetrag zahlen muss.

In der brisanten Situation scheinen dem Mann wohl einfach die Nerven durchgegangen zu sein, denn, wie ein Sprecher von Action for Public Transport berichtete, könne man mit der Opal-Karte nur an ausgewiesenen Bushaltestellen auschecken, sodass diese waghalsige Aktion überhaupt keine Auswirkungen auf die Kosten seiner Fahrtstrecke hatte. Ein paar Dollar hat er nun vermutlich verloren, doch glücklicherweise nicht sein Leben.

Damit du vor deiner Reise bestens über die Opal-Karte informiert bist und genau weißt, wann und wo du auschecken darfst, findest du hier ausführliche Informationen und Buchungsmöglichkeiten. Wir möchten nämlich nicht, dass du waghalsig für einen Discount dein Leben riskierst.


Quelle: www.news.com.au © Foto: Eline Bakker

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