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Krokodil-Neuigkeiten der etwas anderen Art

von am 8. März 2017

Nein, es wurde niemand verletzt und es gab auch keine weiteren Krokodil-Sichtungen, die bei Urlaubern und Einheimischen Angst und Schrecken verbreiten. Man hört es zwar nicht jeden Tag, doch aus einem Zoo in Sydney wurden tatsächlich zwei Krokodile entwendet. Wie gefährlich kann das sein und für wen denn überhaupt?
 

SB-Crocs-800© Foto: Stefanie Stadon

 
Auch in Australien besuchen Familien mit Kindern gerne den Streichelzoo, um die Kleinen bei Laune zu halten und ihnen die Tierwelt näher zu bringen. Im Zoo im Sandy Point Reservat in Sydney fiel jedoch kurz vor Schließung auf, dass die beiden Süßwasser-Krokodile Snap und Crackle sich nicht mehr in ihrem Gehege befanden. Die beiden ca. 1 Meter langen Tiere wurden angeblich gestohlen und lösen in der größten Stadt Australiens sogar eine Suchaktion aus.

Auf den ersten Blick eventuell humorvoll, ist die Geschichte auf den zweiten Blick leider nicht so witzig: Snap und Crackle sind keine Wildtiere, was heißt, dass sie ihr bisheriges Leben in einer kontrollierten Umwelt verbracht haben. Ob sie in der freien Natur überleben werden und vor allem, wie lange dies gut geht, ist fraglich.

Direkt nach der „Entführung“ der Krokodile wurde die Polizei alarmiert, die jetzt schon 3 Tage auf der Suche nach den beiden Reptilien ist. Auch die Einwohner Sydneys werden gebeten, ihre Augen offen zu halten, was fast schon Erfolg hatte: Ein Kajakfahrer hat im „Georges River“ in Sydney ein Krokodil gesichtet, das zu der Beschreibung der Vermissten passen könnte. Dieses Krokodil hat man allerdings wieder aus den Augen verloren und nicht einfangen können.

Es ist anzunehmen, dass die Entführer den Ernst der Lage erkannt und die beiden Tiere wieder freigelassen haben, was die Situation allerdings nicht verbessert hat. Umwelteinflüsse, die die Krokodile nicht gewohnt sind, wie zum Beispiel die niedrigen Wassertemperaturen können sich negativ auf die Gesundheit der Beiden auswirken.

Noch immer ist die Polizei auf der Suche und hat sogar eine Telefonnummer eingerichtet, die man bei Hinweisen auf den Aufenthaltsort der wahrscheinlich harmlosen Krokodile wählen soll. Natürlich gilt dennoch: Der Versuch, ein Krokodil selbst zu fangen, ist ebenso aussichtslos wie gefährlich. Trotzdem hoffen wir, dass Snap und Crackle bald wieder den Weg in ihr heimisches Gehege finden werden.


© Foto: Stefanie Stadon

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