Australien News

Tasmanischer Teufel vom Krebs bedroht

von am 30. November 2013

Damit der tasmanische Teufel Australiens nicht ausstirbt, diskutieren Wissenschaftler die Möglichkeit, das „teuflische Gen“ der Tiere auszutreiben. Der tasmanische Teufel ist einer der Höhepunkte eines Besuches auf Tasmanien – wenn man ihn denn zu Gesicht bekommt.

Das kannibalisch veranlagte Tier ist zunehmend vom Aussterben bedroht. Grund hierfür ist nicht etwa die Bedrohung durch den Menschen, sondern ein tödlicher Gesichtstumor. Die Krebserkrankung namens Devil Facial Tumor Disease, kurz DFTD, ist höchst infektiös. Durch gegenseitige Bisse überträgt sich die Krankheit von einem Tier zum nächsten. Egal, ob Paarungsritus oder Revierkämpfe – der tasmanische Teufel ist ein recht aggressiver Gefährte. Bisse gehören zur Tagesordnung. Es wird angenommen, dass der Krebs mittlerweile weit mehr als 60% der Art getötet hat, seitdem Forscher die Krankheit 1996 entdeckt hatten.

Der Tasmanische Teufel bedroht sich selbst© Foto: Stefanie Stadon

Zur Zeit gibt es keinerlei Heilungsmittel. Einmal an Krebs erkrankt, stirbt das Tier zumeist innerhalb der nächsten sechs Monate. Die Studie der University of Tasmania, geleitet von Rodrigo Hamede, hat die tasmanischen Teufel über vier Jahre beobachtet. Die Wissenschaftler erhoffen sich, durch Erforschung der genetischen Unterschiede sowie der Verhaltensweise der Artgenossen untereinander die Übertragung bzw. Auswirkungen von DFTD zu mildern.


Quelle: cnn.com 
© Foto: Stefanie Stadon

STICHWORTE

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.