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Tasmanischer Teufel vom Krebs bedroht

Damit der tasmanische Teufel Australiens nicht ausstirbt, diskutieren Wissenschaftler die Möglichkeit, das „teuflische Gen“ der Tiere auszutreiben. Der tasmanische Teufel ist einer der Höhepunkte eines Besuches auf Tasmanien – wenn man ihn denn zu Gesicht bekommt.

Das kannibalisch veranlagte Tier ist zunehmend vom Aussterben bedroht. Grund hierfür ist nicht etwa die Bedrohung durch den Menschen, sondern ein tödlicher Gesichtstumor. Die Krebserkrankung namens Devil Facial Tumor Disease, kurz DFTD, ist höchst infektiös. Durch gegenseitige Bisse überträgt sich die Krankheit von einem Tier zum nächsten. Egal, ob Paarungsritus oder Revierkämpfe – der tasmanische Teufel ist ein recht aggressiver Gefährte. Bisse gehören zur Tagesordnung. Es wird angenommen, dass der Krebs mittlerweile weit mehr als 60% der Art getötet hat, seitdem Forscher die Krankheit 1996 entdeckt hatten.

Zur Zeit gibt es keinerlei Heilungsmittel. Einmal an Krebs erkrankt, stirbt das Tier zumeist innerhalb der nächsten sechs Monate. Die Studie der University of Tasmania, geleitet von Rodrigo Hamede, hat die tasmanischen Teufel über vier Jahre beobachtet. Die Wissenschaftler erhoffen sich, durch Erforschung der genetischen Unterschiede sowie der Verhaltensweise der Artgenossen untereinander die Übertragung bzw. Auswirkungen von DFTD zu mildern.


Quelle: cnn.com 
© Foto: Stefanie Stadon

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Stefanie Stadon

Steffi studierte zunächst Bank-Betriebswirtschaftslehre, wechselte danach jedoch mit Euphorie zur Geschichtswissenschaft.
Nach gelungenem Abschluss war das Fernweh groß geworden, also zog sie ab August 2010 für ein Jahr durch die Weiten Australiens.
Ihr schönstes Souvenir, dass sie sich mit zurück in die Heimat brachte, ist ihr australischer Ehemann Corey.

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