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Paarungszeit bei den Korallen am Great Barrier Reef

© Foto: Reisebine

Coral Spawning in Queensland: Korallen stoßen wenige Tage nach Vollmond ihre Geschlechtszellen aus und überlassen den Strömungen die Befruchtung – In diesem Jahr kann das Naturphänomen ausnahmsweise zwei Mal beobachtet werden: Mitte November und Mitte Dezember

Am Great Barrier Reef wird sich wenige Tage nach dem Vollmond im November und im Dezember ein ganz besonderes Naturschauspiel ereignen. Wenn die Wetterbedingungen, die  Wassertemperatur (26 Grad) und die Gezeiten stimmen, kommt es zum sogenannten „Coral Spawning“ – dem Laichen der Korallen. Das Ereignis findet gewöhnlich nur einmal jährlich statt. In diesem Jahr ist das anders, weil der Vollmond im November sehr zeitig und die Wassertemperatur gebietsweise noch zu kühl ist. Daher können Marinebiologen und Urlauber das Naturphänomen gleich zweimal beobachten – zwischen dem 10. und 12. November sowie zwischen dem 9. und 11. Dezember.

Mehrere Ausflugsveranstalter im tropischen Norden von Queensland bieten zertifizierten Tauchern und Schnorchlern nächtliche Touren zum Riff an. Teilnehmer der „Coral Spawning Night Dives“ verlassen das Cairns Reef Fleet Terminal um 17.30 Uhr und kehren kurz nach Mitternacht wieder ans Festland zurück. In dieser Zeit stehen zwei nächtlich geführte Tauch- und Schnorchelausflüge auf dem Programm. Aber auch Nichtschwimmer können das Ereignis vom Boot aus bewundern.

Auch am südlichen Great Barrier Reef kann man das besondere Schauspiel erleben. Weil sich rund um Heron Island und Lady Elliot Island die Wassertemperatur erst etwas später erwärmt, wird das Coral Spawning hier rund um 11. Dezember erwartet.

Das Coral Spawning wurde erst im Jahr 1981 von Biologen entdeckt. Dabei erforschte man, dass Korallen im Gegensatz zu den Pflanzen und Gräsern an Land, die ein paar Wochen für den Bestäubungsprozess benötigen, lediglich einmal im Jahr für ein paar Nächte Zeit für die Paarung haben. Das Absondern der Geschlechtszellen muss zum gleichen Zeitpunkt stattfinden, da sonst die Meeresströmungen die einzelnen Gameten (zusammenfassende Bezeichnung für Eizellen und Samenzellen) zu sehr verstreuen und die Chancen einer Befruchtung somit enorm sinken würden. Findet das Spawning statt, werden so viele Gameten freigelassen, dass Taucher meist nicht weiter als einen Meter sehen können – es wirkt wie ein Schneesturm unter Wasser – und am nächsten Tag ein orangefarbener Teppich aus unbefruchteten Eiern an der Meeresoberfläche treibt.

Die Kosten für die Teilnahme an einer Coral Spawning Tour belaufen sich auf rund 140 Euro für Taucher und rund 100 Euro für Schnorchler. Das Angebot beinhaltet die Hin- und Rückfahrt auf dem Katamaran, zwei geführte Tauchgänge, Tauch- sowie Schnorchelausrüstung inklusive Neoprenanzug und Taschenlampe sowie die Verpflegung mit Tee, Kaffee und Dinner.

Ab Cairns bieten verschiedene Riff-Veranstalter nächtliche Touren an (teilweise auch mehrtägig). Diese können auch wunderbar mit Übernachtungen auf den Inseln Heron Island sowie Lady Elliot Island verbunden werden.

Und wer gerne tauchen lernen möchte, kann auf Reisebine gleich den passenden Tauchkurs finden.

Mehr Informationen über Korallenriffe erfahrt ihr auf der Website der Heron Island Research Station.


© Foto: Reisebine

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Victoria Hopfeld

Reisen und Arbeiten verbinden. Mit diesem Ziel vor Augen absolvierte Victoria erfolgreich Tourismus-Studiengänge, um so dort arbeiten zu können, wo andere Urlaub machen.
Als Freundin der englischen Sprache sind diese Länder stets ganz oben auf ihrer Liste und präferierte Reiseziele. Australien kann hoffentlich bald ein Häkchen bekommen.

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