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Der Wedding Cake Rock: Eine Touristenattraktion wird zur Todesfalle

Der Wedding Cake Rock, ein aus Kalkstein bestehender Felsvorsprung dessen Aussehen seinem Namen alle Ehre macht, gewann in den letzten Jahren immer mehr an Popularität. Aufgrund von schweren Sicherheitsmängeln musste die Attraktion im Süden Sydneys nun bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt werden.

Es war der Trend bei vielen Instagramnutzern. Der Wedding Cake Rock (auch White Rock genannt) zog Schaulustige aus der ganzen Welt an, die meisten wohl hauptsächlich, um ein besonderes Bild von sich auf dem bizarren Kalkfelsen zu ergattern.

Man kann den Hype um den Wedding Cake Rock in der Nähe von Bundeena in Südsydney bei betrachten der Bilder aber gut verstehen. Immerhin sieht die Felsformation dank seiner elfenbeingleichen Färbung und der geraden Kanten einer Hochzeitstorte in der Tat erstaunlich ähnlich.
Außerdem lässt das weite Meer im Hintergrund des Felsen die atemberaubende Kulisse fast unreal schön erscheinen.

Der Schock saß tief, als im Mai diesen Jahres verkündet wurde, dass der Wedding Cake Rock bis auf Weiteres für die Allgemeinheit gesperrt wird.

Grund dafür war zu Beginn, dass die Besucherzahlen des Felsen immer schneller stiegen, und immer mehr Menschen sich zeitweise gleichzeitig auf die Plattform drängten, um das perfekte Foto von sich zu erhaschen.

Dabei sieht die Natur des Menschen es bekanntermaßen vor, sich gegenseitig übertreffen zu wollen. Immer waghalsiger wurden die Kunststückchen, und immer näher am Klippenrand mussten sie stattfinden.
Die Gefahr, dass jemand versehentlich hinunter in den tiefen Abgrund fällt oder gestoßen wird, wuchs dabei ins unermessliche.

Des weiteren befanden sich immer mehr Vandalen unter den Touristen, die die hellweiße Felsformation beschmierten und verschmutzten.

Von australischen Medien falsch interpretiert wurde der Tod eines jungen Franzosen. Das Model stürzte in der Nähe des Wedding Cake Rocks am Rand einer Klippe in die Tiefe, weil sich Teile des Gesteins unter ihm lösten. Er befand sich nicht, wie in einigen Berichten behauptet, auf dem Felsen um Fotos von sich zu machen.

Dennoch wurden, sobald der Zugang für die Öffentlichkeit gesperrt war, von der Vereinigung NSW National Parks and Wildlife Service (NPWS) Bodengutachter zum White Rock gesandt. Sie sollten seine Stabilität überprüfen.

Dabei stellte sich heraus, dass das sagenhafte Naturereignis sich in akuter Einsturzgefahr befindet. Laut Vorhersagen der Wissenschaftler könnte der Felsvorsprung innerhalb der nächsten 10 Jahre ins Meer hinabstürzen.

Erklärungen des NPWS- Managers Gary Dunnett zufolge ist das im Vergleich zu ähnlichen Phänomenen ein sehr kurzer Zeitraum. Für gewöhnlich würde bei solchen Untersuchungen eine Dauer von mindestens 1000 Jahren bis zum Einsturz ermittelt, nicht von einem Jahrzehnt.
Die Gefahr für den Wedding Cake Rock ist also greifbar.

Dunnett bezeichnet dieses ungewöhnliche Gutachten der Geotechniker als “Zeugnis für die außergewöhnliche Natur des Felsen”, welche ihn ja überhaupt erst zu einer Attraktion machte.
   

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Anmerkung der Reisebine-Redaktion:

Aufgrund der Gefahr, die vom Wedding Cake Rock ausgeht, ist es schwer, Bilder von ihm zu finden, die veröffentlicht werden können. Das “Office of Environment & Heritage” versucht so wenig Aufsehen um den Felsen zuzulassen wie möglich, um Touristen davor zu beschützen, sich in Gefahr zu begeben.  Das von uns oben hochgelandene Foto haben wir bei “Unsplash” gefunden. Bitte verwendet es nicht auf eurer eigenen Webseite oder eurem Blog, um für den Rock “zu werben! Wir haben es nur zur Information für euch veröffentlicht. Wir hoffen auf euer Verständnis.


Quellen: news.com.auWikipedia

© Beitragsfoto: Unsplash

Autor/in des Artikels

Jasmin Rhein

Da sie schon als Kleinkind von ihren Eltern quer durch die Welt geschleppt wurde, blieb Jasmin eigentlich nichts anderes übrig, als vom Reisefieber angesteckt zu werden. Noch vor dem Studium stehend sieht sie sich geplagt von der Entscheidung einen Zukunftsweg zu wählen, bei der Vielfalt, die die Welt noch für sie zu bieten hat. Als passionierte Surferin und Schnorchlerin aber ließ Australien nicht lange auf sich warten!
Seitdem ergänzt Jasmin das Reisebine-Team als freie Autorin.

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