Panorama

Vorhang auf für das Down Under Berlin Film Festival

von am 15. September 2017

Film ab! Tauchen Sie ein, in die fantastische Welt der Filmkunst Australiens. Auch in diesem Jahr begrüßt und begeistert das Down Under Film Festival in Berlin seine Gäste mit bewegten Bildern aus verschiedensten Genres. Vom 13. bis zum 17. September 2017 öffnet das Moviemento Kino in Kreuzberg seine Pforten. Unsere Redakteurin Johanna hat das Festival für euch getestet und weiß: Das Down Under Berlin hat auch in diesem Jahr mehr als nur ein Ass im Ärmel…
  

…Vor allem die vielen Kurzfilme haben dieses Jahr den weiten Weg auf die Berliner Leinwand geschafft.
Das Motto lautet: „Looking Beyond“. Es meint neue Wahrheiten und neue Perspektiven in unserer Realität zuzulassen. Der gemeinnützige Verein Down Under Berlin e.V., der hinter der aufwendigen Organisation des Festivals steht, beschreibt, dass sie und die zum Teil erst frisch gebackenen Filmemacher die Zuschauer mit diesem Motto in fremde, andere Welten entführen wollen.

Bis einschließlich Sonntag können sich Filmliebhaber beim Down Under Berlin in eine dieser Welten entführen lassen und die Einladung, mal über den Tellerrand hinaus zu blicken, annehmen. Mitten in einem kultigen Kinosaal, eingebettet in einen roten, samtigen Sitz und den Magen voller knusprig, köstlichen TimTams fällt das auch nicht schwer.

Nicht nur die Zuschauer verlassen begeistert die Reihen, wenn eine Vorstellung zu Ende geht.
Auch dem gesamten Team, das an dem Film Festival arbeitet, merkt man die Begeisterung für das Festival an. Herzlich und fröhlich werden die Besucher willkommen geheißen.

Die aus Austalien stammende Gründerin Francis Hill stellte 2011 das Festival gemeinsam mit vielen eifrigen Helfern zum ersten Mal auf die Beine. Sie und ihr ambitioniertes Team wollen die Ideen und kreativen Umsetzungen von renomierten Filmemachern sowie auch von frischgebackenen Nachwuchstalenten von verschienenden Filmschulen nach Berlin bringen. Und das gelingt ihnen auch in diesem Jahr wieder mit viel Liebe fürs Detail.
  

Im Moviemento treffen die begeisterten Filmfans ein

Neuseeland vs. Australien

And the winner is … New Zealand!
Im ersten Battle of the Shorts traten Donnerstag abend neuseeländische Kurzfilme gegen australische an. Auch wenn beide Seiten überzeugen konnten, kann es am Ende nur einen Gewinner geben. Das Publikum entschied sich in diesem Fall für Neuseeland. Überzeugt wurden die Zuschauer von den Filmen The World in Your Window, The Couple und Tree.

The World in Your Window eröffnete das Battle. Der kleine Jesse, der mit seinem in Trauer und im Alkohol versunkenden Vater in einem Caravan lebt, freundet sich mit einer Transfrau an und schöpft daraus neuen Mut, sich und seinen Vater aus der Misere zu holen. Ein sehr ernster Film, der es dennoch geschafft hat, den Saal auch mal zum Schmunzeln zu bringen.

Auch wenn Neuseeland der Gewinner dieser Runde ist, als Verlierer kann man die australischen Filmemacher keinesfalls bezeichnen.
In Waltzing Tilda beschreibt Jonathan Wilhelmsson, wie das junge Mädchen Tilda morgens aufwacht und durch die überraschenderweise menschenleeren Straßen in Sydney zieht. Sie macht die Stadt, in der bis auf ihr weißes Kaninchen Shane kein Lebewesen mehr zu sehen ist, zu ihrem Königreich und erfährt dabei zunächst die Vorteile und schließlich vor allem aber die Nachteile der Einsamkeit.

Jonathan Wilhelmsson, der Regisseur dieses Films, nahm an der hier ausgeführten deutschen Premiere teil und beantwortete die Fragen der Moderatorin und der Zuschauer. Auf die Frage, wie er auf die Idee zu diesem Film kam antwortete er: „Nunja, ich zog von einem kleinen Dorf in Schweden in die große Stadt Sydney. Ich bin aber kein Stadtmensch und dachte mir, wie schön diese Stadt doch sein könnte, wenn keine Menschen dort wären. So kam ich auf die Idee diesen Film zu drehen.“
  

  

Johanna von Reisebine ist sowohl von den Filmen, als auch von den Menschen hinter den Kulissen überzeugt und kann das Festival jedem weiterempfehlen, der sich für den Film an sich, als auch für die australische oder neuseeländische Kultur interessiert. Für sie ist sicher: Das war der erste aber sicher nicht der letzte Besuch.

Aber jetzt bloß nicht in Panik verfallen. Das war noch lang nicht alles. Das Programm der noch verbleibenden Tage klingt vielversprechend. Von Science Fiction über weitere Kurzfilme bis hin zu spannenden Dokumentationen.
 

 
Alle, die jetzt Lust bekommen haben, die australische oder neuseeländische Filmluft zu schnuppern finden unter www.downunderberlin.de weitere Informationen rund um das Festival.
Die Tickets für die Vorstellungen liegen in diesem Jahr bei 8 Euro.

Let The Show Begin!


Quelle: Down Under Berlin
© Foto: Johanna Lankow

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