Panorama

Wlan an Flughäfen birgt Sicherheitsrisiken

von am 26. September 2016

Surft man unterwegs viel im Internet, ist das mobile Datenvolumen schnell ausgereizt. Freie Wlan-Netzwerke an öffentlichen Orten, in Shoppingzentren oder am Flughafen kommen da ganz gelegen. Doch die Firma skyscanner Australia gab bekannt, dass es für Hacker lächerlich einfach ist, an persönliche Daten zu gelangen.
 

Kgbo entnommen aus d. englischspr. Wikimedia CC-BY-SA-4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)

  
Die Wartezeiten am Flughafen können manchmal unerträglich lang sein und gerade auf Langstreckenflügen nach Australien oder Neuseeland möchte man bei einem kurzen StopOver oft Familie und Freunden mitteilen, dass man es fast zu seinem Ziel geschafft hat und der Flug (hoffentlich) ohne schlimme Turbulenzen von Statten ging.

Also greift man zu seinem Handy, loggt sich in eines der vielen freien Wlan-Netzwerke ein und ist sofort kostenlos mit dem Internet verbunden. Viele Restaurants und Cafés bieten diesen Service heutzutage an, doch das Einloggen in diese Verbindungen bringt oft auch Gefahren mit sich.

Viele dieser Wlan-Spots sind unsicher oder benutzen die selben Passwörter für verschiedene Zugänge. Meldet man sich bei einem dieser Netzwerke an, geht man auch das Risiko ein, dass Hacker an verletzliche Daten gelangen. Mithilfe sogenannter Schnüffler-Software können innerhalb von Minuten Zugangsdaten und Systeminformationen geknackt werden.

Die Computerfreaks müssen sich dafür nur in der unmittelbaren Nähe befinden und im selben Netzwerk eingeloggt sein. Sie identifizieren das Gerät, welches zum Surfen benutzt wird und erhalten Einblick in den gesamten Login-Verlauf und das installierte Betriebssystem. Wurde dieses schon länger nicht mehr aktualisiert sind Schlupflöcher leichter zu entdecken, was ein Hacker ausnutzen kann, um noch umfangreicheren Zugang zu erlangen.

Ein weiterer Trick sind „Fake-Netzwerke“. Diese werden unter dem Deckmantel einer vertrauenswürdigen Verbindung, wie zum Beispiel Starbucks oder McDonald´s, erstellt. Nutzer werden somit in eine bösartige Falle gelockt und ist man einmal verbunden, gibt man beinahe seine komplette Identität preis.
 

Solches entnommen aus d. englischspr. Wikimedia CC-Zero (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

 
Wie kann ich mich vor Hackerangriffen schützen?

Ist man in einem öffentlichen Netzwerk eingeloggt, wird geraten, keine Namen und Passwörter einzutippen. Auch sensible Daten, wie sie zum Beispiel für das Online-Banking genutzt werden, sollten nur bei einer Verbindung mit dem heimischen Wlan eingegeben werden. Hier gilt grundsätzlich: niemals für Etwas bezahlen, schon gar nicht per Kreditkarte!

Auch die Änderung der Passwörter ist zu empfehlen. Als sicher gelten Passwörter, die über Groß- und Kleinschreibung, Nummern und (wenn möglich) Sonderzeichen verfügen. Für Hacker sind diese deutlich schwieriger zu knacken.

Man kann auch ein sogenanntes Virtual Private Network (VPN) erstellen, um extra Sicherheit zu erlangen. Dieses erlaubt es, ein eigenes sicheres Netzwerk im öffentlichen Netzwerk zu erstellen, was die persönlichen Daten vor einer Entschlüsselung durch Dritte schützt.

Stelle zudem immer sicher, dass du ein aktuelles Anti-Virus-Programm auf deinem Gerät verwendest und schon bist du vor Hackerangriffen in öffentlichen Netzwerken besser geschützt.


© Fotos: kgbo (Wikimedia), Solches (Wikimedia)
Quelle: News Australia

STICHWORTE

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR


*