Rund ums Fliegen

Was passiert, wenn man das Smartphone nicht auf Flugmodus umstellt?

von am 13. April 2016

Egal, ob auf dem Flug nach Australien oder sonst wohin: Kurz vor dem Abheben des Flugzeuges kommt regelmäßig eine Durchsage, in der die Fluggäste darum gebeten werden, ihr Smartphone während des Fluges auf den Flugmodus umzustellen. Doch was steckt dahinter?

SEB-Handy-Flugzeug-800© Foto: Sebastian Hopf

Kann eine Maschine im schlimmsten Fall wirklich abstürzen, wenn zu viele Fluggäste ihre Handys nicht in den Flugmodus schalten? Viele Passagiere glauben dies, aber Experten haben nun enthüllt, dass der Grund für die Aufforderung der Crew, die Handys in den Flugmodus zu schalten, ein anderer ist.

Tatsächlich sei die moderne Technologie im Flugzeug nämlich sicher und zuverlässig und die Signale der Handys der Fluggäste würden die Bordelektronik nicht beeinflussen. Jedenfalls gebe es keine Beweise dafür, dass Mobiltelefone jemals für einen Absturz verantwortlich gewesen seien.

Der eigentliche Grund für die Durchsage sei vielmehr der, auf diese Weise für die Piloten und Fluglotsen störende Geräusche zu vermeiden, damit diese alle Funksprüche fehlerfrei verstehen können.

Ein Pilot äußerte sich in einem Blog, dass durch Handysignale ausgelöste Störgeräusche zwar selten, aber im Falle eines Auftretens unangenehm seien: „Es klingt wie ein ‚dit-dit-dit-dit‘ und ist ziemlich nervig.“

Eine solche Störung des Funks würde bei fünfzig Flügen im Durchschnitt nur zweimal vorkommen, häufig ausgelöst durch die Handys der Crew in der Flugkabine.

Sollte es aber zu vermehrten Störungen durch verstärkte Handysignale kommen, dann könnte dies dazu führen, dass dem Piloten und der Crew wichtige Funksprüche der Luftverkehrskontrolle entgehen.

Einige internationale Airlines wollen nun Telefonbasisstationen einführen, die das Funksystem der Crew nicht beeinträchtigen.

Vielleicht hören wir dann in Zukunft auch nicht mehr so häufig die Aufforderung, unser Smartphone während des Fluges in den Flugmodus zu schalten.


Quelle: news.com.au
© Foto: Sebastian Hopf

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