Australien Reise-Tipps

Gibb River Road – Der beste Roadtrip in Australien

von am 13. Oktober 2016

Die Gibb River Road in Australien gilt für viele Kenner als die perfekte Route, um das Land und seine Vorzüge als Selbstfahrer zu entdecken. Warum sie sogar die Great Ocean Road in den Schatten stellt, beschreibt Leah McLennan, die die Straße im nördlichen Western Australia persönlich erlebte.
 

Windjana Gorge (© Foto: Tourism Western Australia)

Was zu Australien gehört wie das Känguru und der Uluru sind lange Roadtrips. Bei unzähligen Highways, die sich über hunderte von Kilometern durch den Kontinent schlängeln, ist es für Selbstfahrer wirklich nicht leicht, die schönste Strecke auszumachen. Schließlich möchte man etwas sehen, wenn man sich schon selbst hinter das Steuer setzt.

Dem ein oder anderen mag als Favorit nun sofort die Great Ocean Road ins Gedächtnis springen, das wohl bekannteste Glanzstück unter den attraktiven Straßen Australiens.

Leah McLennan widerspricht diesem Gedanken in ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel auf News.com.au. Sie beschreibt, warum die Gibb River Road im Norden Western Australia’s die beste Route des Landes darstellt.

Die 660 km lange Straße verläuft zwischen Derby und Wyndham und repräsentiert laut Glen Childlow, Leiter von Australia’s North West Tourism, das „echte Australien“. Nicht zuletzt deshalb lieben Touristen wie Einheimische die Route.
Das britische Magazin „The Guardian“ ehrt die Gibb River Road gar mit der Auflistung unter den Top 5 der besten Roadtrip-Straßen der Welt.

Leah McLennan fuhr erst kürzlich mitsamt Partner und zwei Kindern von Wyndham nach Derby und teilt nun mit uns ihre persönlichen Highlights.

Zu Beginn steuert die Familie den El Questro Wilderness Park an. Die riesige Viehzuchtstation weckt mit ihrer vielfältigen Natur von robusten Sandsteinformationen über wilde Wasserfälle und verwunschene Palmenwälder selbst im müdesten Besucher den Abenteurer.
 

Galvans Gorge (© Foto: Tourism Western Australia)

Viele der El Questro-Besucher nutzen gerne die luxuriöse Unterkunft oberhalb des Chamberlain Gorges, wo sie die Aussicht mit vom Koch gepackten Gourmet- Picknicks genießen.

Leah McLennan und ihre Familie, die mit dem Allradauto inklusive Campingausstattung unterwegs ist, wählt die Luxus-Camping-Variante. Sie schläft 9 km weiter in „the Station“, einem Campingplatz mit Stromversorgung und familienfreundlichen Bungalows.
Für 20AU$ pro Nacht im eigenen Camper genießt die Familie dieselbe atemberaubende Natur wie die Besucher der Luxusunterkunft, die hingegen 1500AU$ pro Nacht bezahlen.

Um in den kommenden beiden Tagen die Gegend zu erkunden, wählen die McLennans eine Tour auf einem großen Boot den Chamberlain Gorge entlang, um Salzwasserkrokodile zu entdecken. Ein Guide zeigt ihnen die Besonderheiten der Umgebung, von traditionellen Pflanzen bis zur Geschichte der originalen Viehzuchtstation.
Als Highlight für die Kinder wird Ponyreiten angeboten.

Für größere Geldbeutel gäbe es auch die Möglichkeit, mit dem Helikopter an abgelegene Stellen zum Fischen gebracht zu werden. Barramundi und Co. haben hier ihren natürlichen Lebensraum.

Weiter geht es nach zwei Tagen mit der Fahrt zum Emma Gorge Resort, 25 km entfernt, aber immer noch Teil von El Questro. Auch hier gibt es einen komfortablen Campingplatz inklusive Pool, Restaurant und üppigen Gärten.

Noch bevor die ersten Vögel zirpen, geht es auf zum Emma Gorge Waterfall. Der einstündige Fußmarsch ist für Mutter und Kinder zu harsch, sodass sie vorzeitig wieder zurückgehen und sich ins Restaurant des Camps setzen. Das Wort der Kellnerin, dass Emma Gorge einer der schönsten Orte der Welt ist, ist alles was Leah bleibt.
 

Emma Gorge

Emma Gorge (© Foto: Tourism Western Australia)

Die letzte Station des Familienroadtrips ist Manning Gorge an der Mount Barnett Station, ca. in der Mitte zwischen Derby und Wyndham liegend.

Während sie die steilen Hänge der in der Abenddämmerung rot leuchtenden Cockburn Ranges beobachtet, fühlt Leah was wohl einige Gibb River Road Besucher schon fühlten. Die Erinnerungen an glasklare Gorges, riesige Cattle Stations und uralter Kunst der Aboriginals machen ihr klar, warum viele von der Tour so betört sind.
 

Manning Gorge (© Foto: Tourism Western Australia)

Auch die Salzwasserkrokodile, Australische Todesottern und extreme Luftfeuchtigkeit und unendlich weiten Straßen gehören einfach dazu. Genau das macht die Gibb River Road zu einer der wohl atemberaubendsten und australischsten Wege Australiens.


© Fotos: Tourism Western Australia
Quelle: news.com.au

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