Neuseeland News

Neue Meeressäuger-Schutzgebiete in Kaikoura

von am 6. August 2014

Seebaer_Kaikoura © Foto: Eline Bakker

Neuseelands Umweltminister Nick Smith hat in Kaikoura die ersten Wal- und Seebären-Schutzgebiete Neuseelands offiziell eröffnet. Die Lebensräume der Meeressäuger rund um Kaikoura sollen so in Anbetracht negativer Umwelteinflüsse und steigender Touristenzahlen langfristig gesichert werden.

Kaikoura, gelegen an der Ostküste der neuseeländischen Südinsel, ist unter Touristen wie Einheimischen ein beliebtes Ziel zur Beobachtung von Meeressäugern in ihrem natürlichen Lebensraum . Neben mehreren Kolonien von Seebären (New Zealand Fur Seals) bietet die Region zahlreiche Wal- und Delfinbeobachtungsmöglichkeiten per Boot und Flugzeug.

Am 6. August hat Neuseelands Umweltminister Nick Smith drei Schutzgebiete offiziell eröffnet: das Kaikoura Whale Sanctuary, das Hikurangi Marine Reserve sowie das Ohau Fur Seal Sanctuary. Dies sind die ersten Naturschutzgebiete Neuseelands, die explizit auf den Schutz von Meeressäugern ausgelegt sind. Die Ohau Point Seal Colony ist fußläufig von Kaikoura aus erreichbar und ein beliebtes und kostenloses Ausflugsziel für Besucher. Hier können das ganze Jahr hindurch Seebären und Jungtiere beobachtet werden.

Durch das Schutzgebiet soll das Wohl der Tiere – und somit auch der nachhaltige Ökotourismus in Kaikoura – langfristig gesichert werden. Das Whale Sanctuary sowie das Hikurangi Marine Reserve stellen die Gegend um den Kaikoura Canyon, einen rund 3.000 Meter tiefen Meeresgraben vor der Küste, unter Schutz. Hier machen zahlreiche Meeressäugerarten auf ihren Migrationswegen zwischen kalten und warmen Gewässern Station. So gibt es, je nach Jahreszeit, Pott-, Blau-, Glatt- und Buckelwale, aber auch Orkas, mehrere Delfinarten und Albatrosse zu beobachten.

Mit einem Jahresumsatz von 134 Millionen NZ$ ist der Ökotourismus in Kaikoura wichtige Einnahmequelle der Region. Mithilfe der neuen Schutzgebiete soll eine Balance zwischen Artenschutz und Erhalt und Ausbau des nachhaltigen Tourismus in Kaikoura erreicht werden, so Smith. 


Quelle: 3news.co.nz 

© Foto: Eline Bakker

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