Australien Work & Travel

Backpackersteuer für Australien endlich beschlossen

Nach 18 Monaten der Unsicherheit und der hitzigen Verhandlungen hat der Senat in Australien sich nun geeinigt und eine neue Regelung für die sogenannte „Backpackersteuer“ beschlossen. Voraussichtlich ab Januar 2017 müssen Backpacker 15 Prozent Steuern auf ihr Einkommen zahlen.

Schon seit einigen Tagen heißt es in verschiedenen Medien, der neue Steuersatz für Backpacker in Australien sei entschieden. Und tatsächlich fühlte man sich schon seit einer Weile sicher, dass eine Steuerrate von 15 Prozent beschlossen werden würde. Doch die Zustimmung der Grünen Partei Australiens fehlte noch – ein wichtiger Faktor, ohne den eine Entscheidung unmöglich war.

Jetzt hat es endlich geklappt: Nachdem als Kompromiss die Steuerrate für die sogenannte Superannuation (die australische Rente) von 95% auf 65% gesenkt wurde, haben auch die Grünen zugestimmt. In einer Abstimmung wurde das Steuerpaket nun entschieden – mit 43 zu 19 Stimmen.
Als ein Entgegenkommen den australischen Farmern gegenüber wurde außerdem versprochen, das Landcare-Australia-Programm mit $100 millionen zu unterstützen.

Unter australischen Arbeitgebern im landwirtschaftlichen Bereich herrscht Erleichterung: Es wird nicht damit gerechnet, dass die Anzahl der Backpacker sich so stark verringert, wie sie es bei dem Steuersatz von 32.5 Prozent, der temporär im Gespräch war, getan hätte.

Zwar wird es jetzt für Backpacker ein wenig teurer – immerhin wird das Einkommen mit der neuen Regelung bereits ab dem ersten Dollar versteuert, einen Freibetrag wie bisher wird es nicht mehr geben – doch ist der Unterschied wahrscheinlich nicht groß genug, um Reisende davon abzuhalten, für ein Work and Travel nach Australien zu kommen.


Quelle: www.abc.net.au
© Foto: South Australia Tourist Commission

Autor/in des Artikels

Reemda Goesmann

So weit weg wie möglich – das war Reemdas Ziel, als sie nach dem Abitur aufbrach, um Neuseeland zu bereisen. Nach elf Monaten war das Land zu einer zweiten Heimat für sie geworden, weshalb sie nun alle anderen geplanten Reiseziele aus den Augen verloren hat und regelmäßig zwischen Deutschland und Neuseeland hin- und herjettet.

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