Australien Work & Travel

Steuererhöhung für Backpacker in Australien ist endlich vom Tisch

von am 27. September 2016

Die australische Regierung geht auf heftige Proteste von Landwirten und der Tourismusindustrie ein und verwirft den Plan, von Backpackern eine 32,5 prozentige Einkommenssteuer ab dem ersten verdienten Dollar zu verlangen, ohne die Möglichkeit auf eine spätere Steuerrückerstattung.
 

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Viele Rucksackreisende in Australien verdienen ihr Geld zum Weiterreisen auf Farmen bei der anstrengenden Erntehilfe. Die Anfang des Jahres angekündigte Steuererhöhung wäre also besonders zur Erntezeit ein Desaster. Für Backpacker würde sich die harte Arbeit zu solch hohen Steuersätzen nicht lohnen, da ein Drittel des Gehalts wieder abgegeben werden müsste.

Nach mehreren Verhandlungen beschloss die Regierung nun, ab dem 01. Januar 2017  das Einkommen der Arbeiter mit Working Holiday Visum ab dem ersten verdienten Dollar mit 19% zu versteuern. Besonders Landwirte atmen nach diesem Entschluss auf, da die geplanten Steuererhöhungen nun vom Tisch sind und Backpacker weiterhin nach den vielen Jobs auf Farmen Ausschau halten werden.

Steuerrückerstattungen gehören somit auch der Vergangenheit an. Denn, wenn ohnehin alles bereits ab dem ersten verdienten Dollar versteuert werden muss, entfällt auch die Möglichkeit, einen Teil der gezahlten Steuern zurück zu erhalten.

Für Backpacker soll es weiterhin attraktiv bleiben, in Australien zu arbeiten. Daher kündigte die Regierung an, der Tourismusindustrie 10 Millionen A$ zukommen zu lassen, um effektiv Werbung für Saisonarbeit zu machen. Diese soll gezielt Work and Traveller ansprechen.

Mit diesen Werbemaßnahmen soll sichergestellt werden, dass in Zukunft genügend Jobs an Rucksackreisende vermittelt werden. Sie machen jährlich bis zu 25% der gesamten Farmarbeiter in Australien aus. Besonders stark vertreten sind sie im Northern Territory mit 85%.

Die Ablehnung der immensen Erhöhungen liegt so ganz im Sinne der Farmer, die wohl auch in den nächsten Jahren auf Backpacker zurückgreifen können, um ihre freien Stellen auf den Farmen zu besetzen.


Update vom 28. September 2016:
Es gibt bereits erste Reaktionen von Farmern auf die angekündigten Änderungen. Erfahrt auf der Seite der ABC News Australia, warum Farmer noch immer nicht ganz zufrieden mit den Neuerungen sind.


Wir haben bereits mehrmals über dieses Thema berichtet:


© Foto: Reisebine
Quelle: ABC News

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